Namasté – Mehr als nur ein Gruß im Yoga Wer regelmäßig Yoga praktiziert, begegnet ihm…

Warum sagen wir im Yoga „OM“?
Wenn du zum ersten Mal eine Yogastunde besuchst, wirst du wahrscheinlich bemerken, dass viele Kurse mit einem gemeinsamen OM (gesprochen: AUM) beginnen und enden. Für manche ist es ungewohnt, andere kennen es bereits aus ihrer Yogapraxis. Doch warum verwenden wir dieses Mantra überhaupt?
OM – das bekannteste Mantra
OM ist das wohl bekannteste und zugleich kürzeste Mantra im Yoga. Ein Mantra ist eine Silbe, ein Wort oder ein kurzer Satz, der wiederholt gesprochen oder gesungen wird, um den Geist zu beruhigen und die Aufmerksamkeit nach innen zu lenken.
Traditionell eröffnet und beendet das gemeinsame Tönen des OM die Yogapraxis. Es markiert einen bewussten Übergang vom Alltag auf die Yogamatte – und später wieder zurück.
Die Wirkung des OM
Das Tönen von OM kann auf verschiedenen Ebenen wirken:
Geistige Ruhe
Der gleichmäßige Klang beruhigt nachweislich das Nervensystem, kann die Herzfrequenz senken und tiefe Entspannung fördern.
Spürbare Schwingung
Beim Singen entsteht eine sanfte Vibration, die sich im Brustkorb, Hals und Kopf ausbreitet. Viele Menschen empfinden diese Schwingung als wohltuend und verbindend.
Fokus und Präsenz
OM hilft dabei, den Geist zu sammeln und ganz im gegenwärtigen Moment anzukommen. Dadurch gelingt es leichter, sich auf die Yogapraxis oder eine Meditation einzulassen.
Warum wird OM als „AUM“ ausgesprochen?
Das geschriebene OM wird traditionell als AUM ausgesprochen.
Die drei Laute stehen symbolisch für verschiedene Bewusstseinszustände:
- A – das Wachsein und die physische Welt
- U – den Traumzustand und die innere, feinstoffliche Welt
- M – den Tiefschlaf und das unbewusste Sein
Nach dem Ausklingen des M folgt die Stille. Auch sie gehört zum Mantra und erinnert daran, bewusst innezuhalten.
Ein bewusster Anfang und ein achtsames Ende
Das gemeinsame Tönen des OM ist keine religiöse Pflicht und kein Ritual, das man mitmachen muss. Es ist vielmehr eine Einladung, bewusst anzukommen und die Yogastunde mit Ruhe und Achtsamkeit zu beginnen.
Am Ende der Praxis hilft OM dabei, die Entspannung noch einmal zu vertiefen und gestärkt in den Alltag zurückzukehren.
Namaste und OM – eine Verbindung
Häufig schließen wir nach dem OM mit einem „Namaste“. Während OM den gemeinsamen Beginn oder Abschluss der Praxis symbolisiert, steht Namaste für Wertschätzung, Verbundenheit und Respekt – gegenüber uns selbst und allen Menschen um uns herum.
So schaffen beide Traditionen einen achtsamen Rahmen für deine Yogapraxis.
