Was erwartet Dich im Herbst im Yoga? Mabon – das Fest der Ernte und der…

Samhain – das keltische Neujahr: Rituale, Yin Yoga & Meditation zu Halloween
Die Tage werden kürzer, Nebel liegt über den Feldern – und die Natur zieht sich langsam in ihre Stille zurück. Mit Samhain, dem alten keltischen Neujahrsfest, beginnt die Zeit des Loslassens, der Innenschau und der Verbindung zu unseren Ahnen.
Dieses Dunkelheitsfest markiert den Übergang zwischen Leben und Tod, Licht und Schatten – eine Schwelle, an der der Schleier zwischen den Welten besonders dünn ist. Es ist eine magische Zeit, ähnlich wie die Rauhnächte.
In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November feiern wir das Ende des alten Jahreskreises und den Beginn des neuen. Samhain lädt Dich ein, bewusst innezuhalten, Altes zu verabschieden und Raum für Neues zu öffnen – in Dir, in Deinem Leben, in Deiner Energie.
Tauche ein in die Magie des Übergangs – und feiere mit mir die Kraft von Samhain, dem Fest des Wandels, der Transformation und des Neubeginns.
Wann ist Samhain 2026?
Samhain ist ein Mondfest. Man feiert es entweder in der Nacht vom 31.10. auf den 01.11. oder am 11. Neumond nach Jul.
Nach dem Hexenkalender feiert man Samhain zum 11. Neumond des Jahres. Im Jahr 2026 ist das der 09. November.
Was ist Samhain?
Hierzulande feiert man am 31. Oktober Halloween, in der christlichen Tradition feiert man Allerheiligen und Allerseelen zu Ehren der Toten, der Ahnen. In Mexiko feiert man den „Dia de los Muertos“, den Tag der Toten. Hier soll die Beziehung zwischen Leben und Tod geehrt werden. Der Name Halloween leitet sich von All Hallows‘ Eve ab, dem Abend vor Allerheiligen.
Die Wurzeln all dieser Feste liegen im Samhain. Für die Kelten endete mit der letzten Ernte das helle Halbjahr, und die dunkle Jahreshälfte begann. Das Vieh wurde von den Weiden geholt, die Vorräte für den Winter wurden angelegt – und das Jahr „starb“, um neu geboren zu werden. Deshalb gilt Samhain als keltisches Neujahr: Erst muss das Alte gehen, damit das Neue entstehen kann.
In dieser Nacht, so die Überlieferung, ist der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Verstorbenen besonders dünn. Die Ahnen sind uns nah, und auch unsere eigenen inneren Schatten werden spürbarer. Das muss nichts Gruseliges sein: Samhain erinnert uns daran, dass Vergehen und Werden zusammengehören – im Kreis der Natur genauso wie in unserem eigenen Leben.
Wie kannst Du Samhain feiern?
1. Loslassen
Samhain ist die Zeit, Ballast abzulegen. Überlege Dir: Was hat sich in diesem Jahr überlebt? Welche Gewohnheiten, Gedanken, Beziehungsmuster oder Belastungen möchtest Du hinter Dir lassen?
Schreibe es auf einen Zettel und übergib ihn dem Feuer – in der Feuerschale, auf der Kerzenflamme (sicher über einer feuerfesten Schale) oder im Kamin. Sieh zu, wie sich das Alte in Rauch auflöst, und sprich innerlich ein „Danke und lebe wohl“. Auch ein Spaziergang, bei dem Du symbolisch einen Stein oder ein welkes Blatt in der Natur zurücklässt, kann ein schönes Loslass-Ritual sein.
2. Die Ahnen ehren
Zünde eine Kerze für Deine Ahnen und Verstorbenen an. Stelle ein Foto auf, lege eine Blume oder einen Apfel dazu und denke an die Menschen, die Dir wichtig waren. Was haben sie Dir mitgegeben? Wofür bist Du ihnen dankbar? Du kannst auch mit ihnen „sprechen“ und ihnen in Gedanken erzählen, wie es Dir geht.
Eine alte Tradition ist ein gedeckter Platz am Tisch für die Ahnen – oder ein kleiner Teller mit Essen, den man ihnen überlässt.
3. Orakeln und in die Zukunft schauen
Weil der Schleier so dünn ist, gilt Samhain seit jeher als besonders gute Zeit für Orakel. Ziehe eine Tarot- oder Orakelkarte, wirf Runen oder stelle Dir einfach eine Frage und lausche in die Stille, welche Antwort in Dir aufsteigt. Vielleicht möchtest Du Deine Fragen und Eindrücke in einem Journal festhalten – so kannst Du später nachlesen, was sich gezeigt hat.
4. Die Wintervorbereitung
Auch ganz praktisch beginnt jetzt die Zeit, es sich gemütlich zu machen: Kerzen, Tee, warme Decken, Räucherwerk. Schaffe Dir einen Rückzugsort für die dunkle Jahreszeit.
Yin Yoga & Meditation zu Samhain
Die Qualität von Samhain – Rückzug, Stille, Loslassen – passt hervorragend zum Yin Yoga. Hier hältst Du die Haltungen mehrere Minuten lang, lässt die Muskeln entspannen und kommst in tiefere Schichten: in Faszien, Gelenke und ins Nervensystem. Genau wie die Natur im Herbst darfst Du Dich zurücknehmen und nach innen lauschen.
Dafür eignen sich zum Beispiel:
- Schmetterling – öffnet die Hüften und lädt zum Loslassen ein
- Drache oder Taube – Hüftöffner, in denen oft Altes aufsteigt
- Kindhaltung – Geborgenheit, Rückzug und Ankommen
- Gedrehte Rückenlage – wringt wie ein Tuch aus, was Du nicht mehr brauchst
- Savasana – die Haltung des „Sterbens“ und Neu-Geborenwerdens, ganz passend zu Samhain
Gönne Dir danach eine Meditation: Setze Dich bequem hin, schließe die Augen und stelle Dir vor, wie Du an einer Schwelle stehst. Hinter Dir liegt das alte Jahr, vor Dir das neue. Was möchtest Du zurücklassen? Was darf mit Dir gehen? Bleibe ein paar Minuten in dieser Stille und spüre, was sich zeigt.
Fazit
Samhain ist kein Fest, vor dem man sich fürchten muss. Es ist eine Einladung, das Dunkle willkommen zu heißen, Dankbarkeit für das Vergangene zu spüren und mit Vertrauen in das neue Jahr zu gehen.
Ich wünsche Dir ein wunderschönes Samhain – mit Stille, Licht in der Dunkelheit und viel Raum für Neues.
Namasté
